ALAN BENNETT – DIE SOUVERÄNE LESERIN.

hurra! es gibt noch ein licht am ende des tunnels …

… und ich habe endlich ein buch gefunden, welches ich mehr als nur empfehlen kann! und das schönste daran, eigentlich muss ich so gut wie nichts mehr darüber berichten, denn die souveräne leserin von dem begnadeten britischen autor alan bennet ist derzeit sowieso in aller munde …

frau heidenreich beispielsweise hat über diese lektüre berichtet. für mich momentan ein grund, die finger davon zu lassen. treue leser dieses blogs werden sich wundern. denn es ist noch nicht allzu lang her, da war mir die meinung von elke heidenreich sehr wichtig und ihre sendung quasi ein MUSS! doch in letzter zeit frage ich mich, ob es ihr ähnlich geht wie mir und sie einfach keine interessanten bücher mehr findet, über die es etwas zu berichten gibt. oder hat sich ihr geschmack so sehr verändert, dass er mit meinem so gar nicht mehr übereinstimmt? jedenfalls war in ihren letzten sendungen kein buch dabei, welches mich nur ansatzweise interessiert hätte …

zum glück gibt es aber ja noch andere literatursendungen und eine der besten ist und bleibt druckfrisch. und wenn denis scheck am ende einer empfehlung sagt: „vertrauen sie mir, ich weiss was ich tue“, dann darf man ihm das ruhig glauben. und so ist es auch in diesem fall.

dabei hätte ich mir das buch wahrscheinlich so oder so gekauft. denn ich hatte seinerzeit schon unendlich viel freude an bennets cosi fan tutte. dieser autor hat einen solch bezaubernden, zarten humor und schreibt so unglaublich wunderbare geschichten, dass es von vorne herein schwerfällt, seine texte nicht zu mögen …

ich glaube, die handlung der „souveränen leserin“ muss ich an dieser stelle nicht erzählen. oder doch? nun gut, dann aber nur der klappentext:

Wer hätte gedacht, dass eine Liebeserklärung an die Queen und die Literatur so gut zusammenpassen? Die Hunde sind schuld. Beim Spaziergang mit der Queen rennen sie los, um den allwöchentlich in einem der Palasthöfe parkenden Bücherbus der Bezirksbibliothek anzukläffen. Ma‘am ist zu gut erzogen, um sich nicht bei dem Bibliothekar zu entschuldigen, leiht sich ebenfalls aus Höflichkeit ein Buch aus – und kommt auf den Geschmack.

so schnell ist das ganze nun auch wirklich beschrieben und viel mehr darf sowieso nicht verraten werden, würde man doch, aufgrund des schmalen umfangs von gerade mal 115 seiten, womöglich wesentliche ereignisse verraten.

somit bleibt am ende nur meine meinung dazu. dieses buch ist brillant. es ist intelligent, fabalhaft geschrieben, überzeugt mit leisem humor und bietet vor allem eine eigenschaft, die ich an guten büchern am meisten schätze, nämlich charme.

und das größte lob: ich habe dieses buch verschenkt! und das tue ich grundsätzlich nur, wenn mich ein werk wirklich überzeugt hat. denn es ist immer ein risiko, wenn man jemandem seinen eigenen geschmack „aufzwängen“ möchte … hoffentlich hat mich mein gefühl nicht im stich gelassen und „die souveräne leserin“, der ich dieses büchlein geschenkt habe, ist ebenso begeistert davon wie ich selbst …
(bewertung: 5/5)

buch bei amazon bestellen.


3 Kommentare

  1.  Birgit  am  24. Oktober 2008 um 15:04 Uhr  

    Schön dass Du wieder da bist. :-)

    Und dieses Buch werde ich mir demnäschst kaufen.

    Schönen Gruß aus Wien,
    Birgit

  2.  b_  am  24. Oktober 2008 um 22:01 Uhr  

    hallo birgit!

    :aufgemerkt
    ich war die ganze zeit über da! ich hab nur nix mehr geschrieben!

    aber schön, dass du IMMER NOCH da bist!
    :ja

    schönen gruß aus nürnberg
    b_

  3.  Birgit  am  28. Oktober 2008 um 22:04 Uhr  

    Das Buch ist wunderbar, danke für den Tipp. (Meine Lieblingsbuchhändlerin mag es übrigends auch sehr.)
    Jetzt ist mal ‚der weiße Tiger‘ dran, ein Tipp meines Lieblingsbuchhändlers. Und dann kommt Firmin. Ich hab kurz reingelesen – und es ist so schön gebunden, da musste es einfach mit. :)

    LG,
    Birgit

    P.S. Mit Frau Heidenreich geht’s mir ähnlich – aber das ist jetzt auch egal…

Kommentar schreiben