GWENDOLINE RILEY – COLD WATER.

im moment habe ich eigentlich genau genommen gleich zwei probleme …

zum einen lese ich so gut wie nicht mehr, zum anderen bin ich zu „bequem“ hinterher auch noch darüber zu schreiben. trotzdem möchte ich dieses blog nicht gänzlich einstampfen, deshalb werde ich mich bemühen, wenigstens ab und zu mal ein paar worte zu hinterlassen.

manchmal hatte ich auch den eindruck (aufgrund der vielen besucher, die immer noch tagtäglich hier vorbei kommen) mordsmäßig ausgetüftelte und intelligente buchbesprechungen verfassen zu müssen. ich denke, dieses schlechte gefühl sollte ich gleich mal wieder loswerden und einfach mal drauf los schreiben. auch war ich oftmals ein wenig enttäuscht darüber, dass man mir vorhält, ich hätte keine ahnung von literatur. das mag sein. denn für mich ist „lesen“ in erster linie immer noch eines: „unterhaltung“ … und – wie jeder andere mensch auch – habe ich eine persönliche meinung. mehr ist dies hier nicht. ich will mich wahrlich nicht als literaturkritiker aufspielen, sondern lediglich kund tun, ob mir ein buch gefallen hat oder nicht …

und meine pechsträhne findet kein ende. denn cold water von gwendoline riley ist auch solch ein buch, welches überflüssiger nicht sein könnte … ich hab mir, um ehrlich zu sein, schon oft gedacht, mein leben zu papier zu bringen. meine erlebnisse, meine ängste und wünsche … meine hoffnungen und enttäuschungen. und ich glaube, es könnte ein dickes buch werden. nur stellt sich mir letztendlich die frage: „wen bitteschön soll das denn interessieren?“ und genau diese frage hat sich die autorin leider nicht gestellt.

denn, was sie da von sich gibt, ist so unglaublich unwichtig, dass man sich wirklich fragt, welcher verleger geht das risiko ein und veröffentlicht solche langweiligen geschichten aus dem leben einer uninteressanten person. und hatten all die kritiker ebenso viel alkoholische flüssigkeit intus, wie die protagonistin dieses romans? bestimmt, denn ansonsten wären die beurteilungen sicherlich nicht so „süffig“ ausgefallen …

die autorin macht vor allem eines: sie labert und labert und labert und das eigentlich nur über zwei themen: männer und saufen. als barkeeperin hat sie es letztendlich gut erwischt und sitzt quasi an der quelle. also rein in die bar, saufen, raus aus der bar … rein in die nächste kneipe – saufen …
natürlich übertreibe ich ein wenig. und eines muss man riley zugute halten, sie kann sehr schön schreiben. nur verschleudert sie, meiner meinung nach ihr talent damit, dies über dinge zu tun, die alles andere als lesenswert sind … bis auf ein paar wenige stellen in diesem buch, die hoffnung auf mehr machen, aber dann leider auch sofort wieder mit dem nächsten „drink“ ertränkt werden …

also leider wieder mal eine enttäuschung. habe ich wirklich ein händchen dafür, genau die bücher in die finger zu bekommen, die nicht für „meinen“ geschmack geschrieben wurden … mag sein, aber was solls … vielleicht schreib ich bald doch mal mein leben auf!
:asian
(bewertung: 2/5)

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