LEE CHILD – DIE ABSCHUSSLISTE.

es gibt wenige bücher, die ich lieber „verschlinge“ als die von lee child. mittlerweile habe ich fast alle (ein „altes“ fehlt noch) gelesen. und auch wenn ich schon mal über diesen genialen thriller-autor berichtet habe, jedes seiner werke verdient es, hier erwähnt zu werden …
auch wenn ich zugeben muss, die abschussliste war für mich bisher leider der schwächste „reacher-roman“. und das liegt vielleicht auch daran, weil es sich hierbei um ein „prequel“ handelt, wir also in der zeit zurückspringen. fans werden es mittlerweile wissen, lee childs bücher haben immer eine einzigen helden und der trägt den namen jack reacher. hier finden sich übrigens ein paar nützliche informationen rund um diese figur. dies nur am rande, weil ich gerade ein klein wenig zu bequem bin, alles in eigene worte zu fassen. somit erlaube ich mir auch mal ganz frech, die handlung mit hilfe des klappentextes zu erzählen:
Der Beginn einer Legende: Jack Reachers erster Fall! Silvester 1989/90. Die Mauer ist gefallen. Der Kalte Krieg? Geschichte. Die US-Army hat keinen Feind mehr. Und Jack Reacher hat Bereitschaftsdienst, als das Telefon klingelt. Keine Neujahrsglückwünsche. Ein toter Zwei-Sterne-General, zwischen heißen Laken. Herzinfarkt. Doch Reachers Misstrauen erwacht, als der Fall unter den Teppich gekehrt werden soll. Weitere Morde sprechen eine erbarmungslose Sprache. Und plötzlich steht Reacher selbst unter Verdacht. Wer will ihn aus dem Weg räumen?
Seine Suspendierung kann Reacher nicht aufhalten, er gräbt tiefer und tiefer. Und er kommt einer Militär-Verschwörung ungeahnten Ausmaßes auf die Spur. Es ist ein neuer Krieg – gegen Feinde innerhalb der Army. Und Jack Reachers persönlicher Krieg: gegen den Verrat …
bisher war immer nur bekannt, dass reacher ein militärpolizist war. in der „abschussliste“ ist er es also noch. somit wäre dieses buch (will man die bücher in chronologischer reihenfolge lesen) eigentlich der perfekte einstieg. ich rate allerdings davon ab. zwar erfährt man einige grundlegende und sicherlich interessante infos zu der person reacher, doch die geschichte ist zugegeben doch reichlich seicht und stellenweise enttäuschend konstruiert. soll nicht heißen, dies wäre ein schlechtes buch. im gegenteil, auch dieser roman ist grunsolide thriller-kost. trotzdem hat es mir persönlich ein wenig an „pfiff“ gefehlt. vielleicht weil die anderen geschichten noch spannender sind. und eingefleischte fans, werden ein klein wenig die drastische härte vermissen. es muss nicht immer so brutal zugehen, schon klar, aber hier hat lee child meiner meinung nach ein wenig „untertrieben“. für mich war reacher bisher immer gleichbedeutend mit knallhart. und das fehlt hier sehr auffallend.
genug erzählt. eigentlich wollte ich mit diesem beitrag wieder einmal auf einen der besten thriller autoren aufmerksam machen. im februar erscheint übrigens „sniper“ und somit endlich wieder ein neues reacher buch. ich frage mich sowieso schon ständig warum wir hier in deutschland so weit hinterher sind. denn im original sind schon zwei weitere romane verfügbar. her damit und zwar schnell, lieber verlag! (bewertung: 3,5/5)
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