CHILDREN OF MEN.

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der sommer steht vor der tür. was tun? sich in einem cafe bei einem kühlen getränk das näschen verbrennen lassen? ja, dies sollte man auf jeden fall in kauf nehmen. deshalb kann man am abend auch mit ruhigen gewissen mal bei der videothek vorbeischauen und sich einen guten film mitnehmen. am besten einen, der das genaue gegenteil von der welt zeigt, in der wir gerade leben.

children of men beispielsweise. einem sicherlich mehr als genialen film, der trotzdem einige zweifel in mir hinterlassen hat. ich kann mich einfach nicht entscheiden, ob ich das ganze gut finden soll. die story, nach dem roman von p. d. james ist vom grundgedanken her sicherlich mehr als interessant. die handlung spielt in einer nicht zu fernen zukunft. und das größte problem der menschen hier ist wohl, dass keine kinder mehr geboren werden. ein wirklich erschreckender gedanke und auch eine möglichkeit um das aussterben der menschheit darzustellen. doch auch in dieser düsteren und grausamen welt gibt es einen hoffnungsschimmer. eine einzige frau trägt ein kind in ihrem bauch.

viel mehr muss und darf gar nicht verraten werden. ich muss gestehen, die umsetzung der story war mich stellenweise einfach ein wenig zu reduziert. vieles wird einfach nicht erklärt und erschließt sich nur im weiteren verlauf der ereignisse. an vielen stellen sitzt man dann doch ein wenig ratlos da und fragt sich, was das überhaupt soll, wohin dies alles führen soll. selbst ganz am ende kann man sich die weitere zukunft eigentlich nur wage zusammenreimen …

was für mich „children of men“ aber zu einem kleinen meisterwerk macht, ist seine machart. die optik des gesamten films ist fantastisch und es wird eine zukunft gezeigt, die man sich durchaus vorstellen kann, die nicht übertrieben ist und mehr als realistisch erscheint.
zu verdanken haben wir das sicherlich auch der mehr als brillanten kameraarbeit von emanuel lubezki. zurecht für den oscar nominiert erschafft dieser kameramann bilder von nahezu unerreichter faszination. und nicht zu vergessen und mehr als erwähnenswert sind sicherlich zwei szenen des films. eine autoverfolungsjagd und eine spätere art von straßenschlacht die über unendlich lange zeit komplett ohne schnitt auskommt. dies ist heutzutage fast unvorstellbar und schon alleine diese vielleicht zehn minuten machen diesen film mehr als sehenswert. man kann mir natürlich an dieser stelle vorhalten, ob es einen sinnvoll ist, „children of men“ vor allem oder ausschließlich wegen seiner machart so toll zu finden. mir egal, ich war begeistert und kann somit diesen film mehr als nur empfehlen! (bewertung: 4/5).

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