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	<description>Bücher, Filme, Fotografie, Gestaltung</description>
	<pubDate>Mon, 28 Dec 2009 07:29:00 +0000</pubDate>
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		<title>Retrodesign.</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Jul 2009 18:17:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>b_</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[
bisher gab es hier keine rezensionen zu büchern, die sich mit design und gestaltung auseinandersetzen. doch zu diesem grandiosen werk muss ich einfach meine meinung kundtun &#8230; 
denn die begeisterung zu einem buch hat nicht auschließlich mit dem inhalt zu tun, wie es bei belletristik wohl vorrangig der fall ist. nein, wenn man &#8211; wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-531" title="retrodesign_00" src="http://blog.wort-kunst.de/wp-content/uploads/2009/06/retrodesign_00.jpg" alt="" width="510" height="340" /></p>
<p>bisher gab es hier keine rezensionen zu büchern, die sich mit design und gestaltung auseinandersetzen. doch zu diesem grandiosen werk muss ich einfach meine meinung kundtun &#8230; <span id="more-530"></span></p>
<p>denn die begeisterung zu einem buch hat nicht auschließlich mit dem inhalt zu tun, wie es bei belletristik wohl vorrangig der fall ist. nein, wenn man &#8211; wie ich &#8211; bücher so sehr liebt, dann liebt man auch das buch ansich. und wenn man eine derartige einstellung insich trägt und möglicherweise noch nie etwas von einem verlag wie <a href="http://www.typografie.de/" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">herrmann schmidt</span></a> gehört hat, dann fühle ich mich an dieser stelle regelrecht berufen, dies sofort zu ändern.</p>
<p>denn dieser verlag hat solch wunderbare bücher in seinem programm, dass man sie am liebsten alle auf einmal besitzen möchte. dagegen spricht natürlich auch nichts. wenn man jedoch ersteinmal in die welt dieser herrlichen kostbarkeiten aus papier hineinschnuppern möchte, dann sollte man vielleicht mit diesem hier beginnen: die rede ist von <a href="http://www.retrodesign-stylelab.com/" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">RETRODESIGN</span></a> und es ist ein schier wunderbares buch.</p>
<p>und deshalb möchte ich, bevor ich zum eigentlichen inhalt übergehe, noch ein paar worte zur aufmachung verlieren. viele werden womöglich erstmal ein wenig zurückschrecken, wenn sie den preis des ganzen zu gesicht bekommen. 89 euro ist zugegeben nicht gerade wenig. aber dafür bekommt man auch einiges geboten. eine perfekte verarbeitung, schöne formen der veredelung, wie beispielsweise die prägung im umschlag. ein geniales detail ist sicherlich auch der schwarze buchschnitt mit den aufgedruckten piktogrammen. nicht zu vergessen, es wurde auf sehr hochwertiges papier gedruckt und auch die gestaltung gibt ebenfalls keinerlei anlass zur kritik. dezent hält sie sich im hintergrund und lässt dem eigentlichen inhalt genug platz zum atmen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-533" title="retrodesign02" src="http://blog.wort-kunst.de/wp-content/uploads/2009/07/retrodesign02.jpg" alt="" width="510" height="340" /></p>
<p>und so will ich nun auch endlich zum inhalt übergehen. eigentlich scheint der titel ja schon das meiste zu verraten: hier geht es wohl um &#8222;retro&#8220; und &#8222;design&#8220;. ich trenne diese worte bewusst, denn gerade ersteres ist wohl immer wieder zu hören. der begriff &#8222;retro&#8220; ist immer wieder in aller munde. und dies natürlich nicht nur, wenn es um das thema gestaltung geht. nein, auch in der mode, musik, bei möbeln oder autos. immer wieder denkt man sich, das gab es doch schon mal &#8230; richtig. seit jahren werden schon dagewesene stile übernommen, manchmal hat man den eindruck, sie werden kopiert, richtiger wäre aber wohl die bezeichnung, dass vieles &#8222;zitiert&#8220; wird. bedeutet der designer hält sich an vorgaben vergangener zeit und versucht daraus etwas neues, einzigartiges zu schaffen.</p>
<p>&#8222;retrodesign&#8220; ist die arbeit von sara hausmann und achim böhmer. und die beiden haben es sich hier gezielt zur aufgabe gemacht, den begriff &#8222;retrodesign&#8220; näher zu beleuchten, als die grundlegende bedeutung vorrangig vermuten lässt. und wie der einleitungstext sehr gut verrät ist dieses werk eine art zeitreise durch die verschiedenen stile. beginnend mit dem dekonstruktivismus, der postmoderne, über punk, pop, space age, der schweizer schule, dada, plakatstil bis hin zur renaissance, um nur einige zu nennen.</p>
<p>um ehrlich zu sein, es ist schwer dieses werk mit worten zu beschreiben. meiner meinung nach ist es sogar nahezu unmöglich. man muss sich viel zeit nehmen, muss dieses buch durcharbeiten, entdecken und genießen. letzteres war eindeutig bei mir der fall. ich persönlich war beispielsweise unheimlich fasziniert, als ich mir die gegenüberstellungen vergangener designepochen mit neuen arbeiten genauer ansah. die beispiele sind fabelhaft gewählt und ich war oftmals mehr als überrascht, welche elemente doch über die jahre hinweg immer wieder zitiert wurden.</p>
<p><a href="http://blog.wort-kunst.de/wp-content/uploads/2009/07/retrodesign01.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-536" title="retrodesign01" src="http://blog.wort-kunst.de/wp-content/uploads/2009/07/retrodesign01.jpg" alt="" width="510" height="340" /></a></p>
<p>zugegeben fand ich die teile zum thema &#8222;typografie&#8220; am interessantesten. das mag daran liegen, dass ich gelernter schriftsetzer bin. als ich vor 20 jahren meine ausbildung begann, fand ich das, was mir da gelehrt wurde, immer langweilig. doch mittlerweile habe ich erkannt, dass mich meine damaligen ausbilder auf den richtigen weg geführt haben. denn erst wenn man über die grundlegenden kenntnisse verfügt, ist man irgendwann in der lage, diese auch auf eine neue, andere, modernere art und weise einzusetzen.<br />
seinerzeit mochte ich beispielsweise die schrift &#8222;helvetica&#8220; so ganz und gar nicht leiden. heute zählt sie uneingeschränkt zu meiner lieblingsschrift und wenn es nicht unbedingt sein muss, verwende ich auch keine andere. um auf das buch zurückzukommen, gerade die zeitspanne der &#8222;schweizer schule&#8220; ist immer noch meine auffassung von perfektem design.</p>
<p>auch sehe ich &#8222;retrodesign&#8220; für mich als schier unerschöpfliche inspirationsquelle. und ich bin mir sicher, ich werde dieses buch immer und immer wieder zu rate ziehen. eigentlich genügt mir hierfür schon der erste teil, die gegenüberstellungen. doch wer genauer informiert sein möchte, der findet im bereich &#8222;charakteristik&#8220; und &#8222;zeitimpuls&#8220; noch weitere, mehr als interessante vergleiche und anschauungsbeispiele.</p>
<p>eigentlich verdient es dieses buch, dass man detalliert darüber berichtet. ich bin aber der meinung, keine noch so gut formulierte meinung kann dem inhalt gerecht werden. jedes zuviel gesagte wort, würde womöglich den ein oder anderen davon abhalten, sich dieses buch zu kaufen. deshalb spare ich mir weitere worte. was von meiner seite aus bleibt ist eine uneingeschränkte empfehlung und der wunsch, dass dieses prachtwerk viele käufer finden wird. und wer nun immer noch daran zweifelt, dem rate ich, die nächstgelegene buchhandlung aufzusuchen und wenigstens einmal in das werk hineinzuschnuppern. wer dann noch kein interesse daran findet, nun gut, dem kann dann wirklich nicht geholfen werden.</p>
<p>bewertung: 5/5</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3803112540?ie=UTF8&amp;tag=wortkunst-21&amp;linkCode=xm2&amp;camp=1638&amp;creativeASIN=3803112540" target="_self"><span class="more-link"><img style="vertical-align: middle;" src="../wp-content/themes/Lichterkind_Theme/images/pfeil_rechts.gif" alt="" /></span></a> weitere informationen zum buch: <a href="http://www.retrodesign-stylelab.com/" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">www.retrodesign-stylelab.com</span></a><br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3803112540?ie=UTF8&amp;tag=wortkunst-21&amp;linkCode=xm2&amp;camp=1638&amp;creativeASIN=3803112540" target="_self"><span class="more-link"><img style="vertical-align: middle;" src="../wp-content/themes/Lichterkind_Theme/images/pfeil_rechts.gif" alt="" /></span></a> <a href="http://www.typografie.de/Unsere-Buecher/Grafikdesign/Achim-Boehmer_Sara-Hausmann/Retrodesign::823.html" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">retrodesign</span></a> kann direkt beim verlag bestellt werden.</p>
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		<title>Carlos Ruiz Zafón &#8211; Das Spiel des Engels.</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 21:35:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>b_</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[
nach &#8222;der schatten des windes&#8220; ist eine unerträglich lange zeit vergangen. doch das warten hat ein ende, der neue roman von carlos ruiz zafón ist da (auch wenn ich zugegeben ein wenig verspätet diese zeilen schreibe) &#8230;
wie man meiner einleitung schon entnehmen kann, war ich seinerzeit mehr als begeistert von zafon&#8217;s erstlingswerk. denn dabei handelte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.wort-kunst.de/wp-content/uploads/2009/02/zafon.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-526" title="zafon" src="http://blog.wort-kunst.de/wp-content/uploads/2009/02/zafon.jpg" alt="" width="510" height="300" /></a></p>
<p>nach &#8222;der schatten des windes&#8220; ist eine unerträglich lange zeit vergangen. doch das warten hat ein ende, der neue roman von <span id="intelliTxt">carlos ruiz zafón ist da (auch wenn ich zugegeben ein wenig verspätet diese zeilen schreibe) &#8230;</span><span id="more-514"></span></p>
<p>wie man meiner einleitung schon entnehmen kann, war ich seinerzeit mehr als begeistert von zafon&#8217;s erstlingswerk. denn dabei handelte es sich schlichtweg um einen brillanten unterhaltungsroman. ich habe das buch damals regelrecht &#8222;gefressen&#8220;. grund genug, auch das neue werk dieses schriftstellers zu kaufen.</p>
<p>und wieder einmal &#8211; und ich glaube, derzeit scheint es so gut wie kein buch zu geben, welches mich überzeugen kann &#8211; bin ich enttäuscht. denn zafon kann einfach die qualität der &#8222;nummer eins&#8220; nicht halten, und gerade eben, nachdem ich die letzte seite gelesen habe, verbleibe ich mit einer fürchterlichen ratlosigkeit und dem daraus resultierenden ärger! anders gesagt, ich hab nicht den leisesten schimmer, was der autor mir mit dieser geschichte mitteilen möchte &#8230;</p>
<p>aber hier erstmal der klappentext:<br />
<em>Wir schreiben das turbulente Jahrzehnt vor dem Bürgerkrieg, als alles aus den Fugen gerät. Die Bevölkerung Barcelonas explodiert, die Stadt expandiert, Gaudí erschafft seine Kathedrale, Banden kontrollieren ganze Stadtviertel und die Anarchisten zünden ihre Bomben. Der junge David Martín fristet sein Leben als Autor von Schauergeschichten. Als ernsthafter Schriftsteller verkannt, von einer tödlichen Krankheit bedroht und um die Liebe seines Lebens betrogen, scheinen seine großen Erwartungen sich in nichts aufzulösen. Doch einer glaubt an sein Talent: Der mysteriöse Verleger Andreas Corelli macht ihm ein Angebot, das Verheißung und Versuchung zugleich ist. David kann nicht widerstehen und ahnt nicht, in wessen Bann er gerät&#8230;</em></p>
<p>klingt alles relativ mysteriös und genau das ist es auch! dies also meine erste warnung, man sollte sich dessen bewusst sein, dass man es hier mit einer mischung aus thriller, gothic-novel und fantastischer literatur zu tun hat. wer sich darauf nicht einlassen möchte, sollte erst gar nicht mit dem buch anfangen.</p>
<p>ich für meinen teil hatte damit übrigens überhaupt kein problem, hätte zafon denn geschafft, mich am ende mit eine plausiblen auflösung zu beglücken. ohne zu viel zu verraten &#8211; er schafft es nicht. jedenfalls MICH konnte er nicht überzeugen mit diesem undurchsichtigen quatsch. das schlimmste daran ist aber, dass man über siebenhundert seiten hinter sich lassen muss, um dies zu erfahren.</p>
<p>diese sind jedoch &#8211; und jetzt zum positiven &#8211; in einem rutsch runtergelesen, sprachlich ansprechend und atmosphärisch brillant. wie auch schon im &#8222;schatten des windes&#8220; gelingt es vorzüglich, den leser von der ersten seite an regelrecht in das geschehen hineinzuziehen. ich hatte auch zwischendurch niemals das bedürfnis &#8222;aufzuhören&#8220;. nein, und dies sei deutlich gesagt, &#8222;das spiel des engels&#8220; ist ein unglaublich spannender und unterhaltsamer roman!</p>
<p>sprich &#8211; an der technik habe ich nicht viel auszusetzen. wohl aber am inhalt, denn der ist leider unendlich seicht. die personen sind allesamt mehr als blass und dies gilt vor allem für christina, der unser held von anfang an verfallen ist. immer wieder taucht sie auf, macht ihm das leben unnötig schwer um dann nach ein paar seiten wieder zu verschwinden. ich kann durchaus solch eine liebe nachvollziehen, aber hier wird sie so unendlich klischeehaft und lächerlich beschrieben!<br />
nebenbei bemerkt mochte ich die hauptfigur des romans, also den ich-erzähler david, nicht wirklich leiden. auch er tappt durch diese unnötig verschachtelte, mysteriöse welt, wie eine pappfigur. einzig und allein isabell ist zafon letztendlich gelungen. eine gewitzte, schlaue, aber auch liebenswert freche person, die man gerne bei ihren taten beobachtet &#8230;</p>
<p>ich möchte allen leser nicht die chance nehmen, selbst zu entscheiden, ob ihnen dieses buch gefällt. somit darf ich leider auch nicht zu viel verraten. würde ich allerdings gerne, nur um herauszufinden, ob ich der dumme bin oder ob zahlreiche ereignisse zwar &#8222;optisch&#8220; opulent daherkommen, mit der eigentlichen handlung jedoch recht wenig zu tun haben und oftmals einfach nicht zu ende erzählt werden. hier hat es sich zafon meiner meinung nach viel zu einfach gemacht. er streut immer wieder interessante puzzelstückchen aus, die er dann aber leider nicht mehr aufsammelt &#8230; auch ist das personal einfach zu umfangreich. weniger wäre auch hier sicherlich mehr gewesen.</p>
<p>meine vermutung &#8211; zafon ist zwar ein außerordentlicher schriftsteller, dem es aber bei seinem neuen werk schlichtweg an fleiß gefehlt hat. man hat den eindruck als schreibe er all seine einfälle einfach nieder, dies &#8211; um es nochmal zu sagen &#8211; wirklich brillant, aber dennoch ohne substanz. und das schlimmste, er beendet seinen roman mit einem paukenschlag, der in seiner dummheit nicht lauter hätte sein können.</p>
<p>außerdem muss ich gestehen, hatte ich am ende irgendwie den eindruck, dies alles schon anderswo gelesen oder gesehen zu haben. immer wieder hat mich die geschichte um daniel und den mysteriösen &#8222;patron&#8220; an den film &#8222;angel heart&#8220; erinnert. nur das diesem werk ein vergleichsweise überraschender und vor allem überzeugender schluss gelungen ist.</p>
<p>so, wie man merkt drehe ich mich ein wenig im kreis. ich glaube, ich versuche mir einzureden, dies wäre ein gutes buch. also nochmal: &#8222;das spiel des engels&#8220; ist ein wunderbar geschriebenes buch, unterhaltsam, spannend, atmosphärisch dicht. es hat alles was ein grandioser roman braucht. und dennoch macht der autor am ende alles kaputt &#8211; nämlich aufgrund der vollkommen klischeehaften handlung, &#8222;gewürzt&#8220; mit einem unfassbar bescheurten ende. (bewertung: 3/5)</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3803112540?ie=UTF8&amp;tag=wortkunst-21&amp;linkCode=xm2&amp;camp=1638&amp;creativeASIN=3803112540" target="_self"><span class="more-link"><img style="vertical-align: middle;" src="../wp-content/themes/Lichterkind_Theme/images/pfeil_rechts.gif" alt="" /></span></a> <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3100954009?ie=UTF8&amp;tag=wortkunst-21&amp;linkCode=xm2&amp;camp=1638&amp;creativeASIN=3100954009" target="_blank">buch</a></span> bei amazon bestellen.</p>
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		</item>
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		<title>ANDRÉ GORZ &#8211; BRIEF AN D.</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Oct 2008 16:18:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>b_</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[
jedes mal, wenn ich in einem buchladen war, nahm ich dieses wunderschöne kleine bändchen in die hand und überlegte, ob diese &#8222;geschichte einer liebe&#8220; nicht auch für mich interessant sein könnte &#8230;
und doch legte ich brief an d. von andré gorz immer wieder auf den stapel zurück. jetzt wurde mir die kaufentscheidung abgenommen, ich bekam [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-509" title="gorz" src="http://blog.wort-kunst.de/wp-content/uploads/2008/10/gorz.jpg" alt="" width="510" height="300" /></p>
<p>jedes mal, wenn ich in einem buchladen war, nahm ich dieses wunderschöne kleine bändchen in die hand und überlegte, ob diese &#8222;geschichte einer liebe&#8220; nicht auch für mich interessant sein könnte &#8230;<span id="more-507"></span></p>
<p>und doch legte ich <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3858693537?ie=UTF8&amp;tag=wortkunst-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3858693537" target="_blank"><strong>brief an d. von andré gorz</strong></a> immer wieder auf den stapel zurück. jetzt wurde mir die kaufentscheidung abgenommen, ich bekam das buch zum geburtstag geschenkt. heute habe ich es gelesen. man ist schnell fertig, handelt es sich doch um einen recht zarten umfang von lediglich 85 seiten.</p>
<p>und um ehrlich zu sein, ich bin ein klein wenig hin- und hergerissen. kann mich nicht entscheiden, ob ich diesen text gut oder gar überflüssig finden soll. ich denke, in der mitte bin ich mit meiner kritik ganz gut aufgehoben. denn eigentlich hört man auschließlich positives über dieses werk. jeder scheint davon begeistert zu sein und ich kann nicht ganz nachvollziehen warum. denn ach so außergewöhnlich ist dieser liebesbrief des autors gorz an seine geliebte dorine dann doch nicht. jedenfalls hat er mich persönlich leider nicht zu tränen gerührt und ich glaube vorrangig, dass die geschichte, die dahinter steht, weitaus ergreifender ist, als das was<em> IM</em> buch zu finden ist.</p>
<p>für mich liegt das hauptproblem wohl an der person gorz selbst. weder habe ich bisher eines seiner werke gelesen noch werde ich dies wohl in zukunft tun. was er geschrieben hat, mag bedeutend sein, aber bewegt sich leider in einem bereich, der nicht zu meinen interessen zählt. hierzu muss ich wohl kurz aus seiner biografie zitieren: <em>&#8222;in seinen buchpublikationen profiliert sich gorz als theoretiker der arbeiterselbstverwaltung und der politischen ökologie. zentrale themen sind die frage der arbeit &#8211; befreiung von der arbeit, gerechte verteilung der arbeit, entfremdung in der arbeit &#8211; und der wissensökonomie.&#8220;</em><br />
nicht gerade mein fall und somit bleibt mir auch das intellektuelle leben dieses autors logischerweise mehr als fremd. trotzdem, ganz egal WAS er zu papier brachte, sein leben war <em>das schreiben.</em> und &#8211; natürlich &#8211; die liebe zu seiner frau dorine. in seiner autobiografie &#8222;der verräter&#8220; hatte gorz dieser liebe nicht sonderlich viel platz eingeräumt und tat dies nun im vorliegenden dokument.</p>
<p>ich schreibe &#8222;tat&#8220;, denn andré gorz hat sich 2007 zusammen mit seiner schwerkranken frau das leben genommen. und dies hebt unbestritten diese große liebe noch mehr in den vordergrund und zeigt, dass er ohne sie nicht leben wollte. und dennoch: ist es wirklich so etwas besonderes, was man im &#8222;brief an d.&#8220; lesen darf? meiner meinung nach könnten derartige liebeserklärungen viele menschen schreiben. und das ehepaar gorz ist sicherlich nicht das einzige auf dieser welt, welches ihr gesamtes leben gemeinsam verbracht haben.</p>
<p>dies meine ich mit &#8222;nicht außergewöhnlich&#8220;. letztendlich könnte jeder solch einen text verfassen und man muss kein genie sein, die passenden worte dafür zu finden, um einem anderen menschen zu sagen, dass man ihn über alles liebt. dass man sich nicht mehr vorstellen kann, ohne diese person zu leben.<br />
somit bleibt für mich nur eines, nämlich die tatsache, DASS gorz diesen brief geschrieben hat. nicht der inhalt ist so etwas besonderes, sondern einzig und allein, dass er überhaupt geschrieben wurde. dies hat wirklich etwas bezauberndes, etwas anrührendes und lässt fragen offen wie: gibt es heutzutage noch wirkliche liebesbriefe und gibt es noch menschen, die so etwas zu schätzen wissen?</p>
<p>und trotzdem weiß ich nicht, warum gerade DIESER liebesbrief so etwas besonderes sein soll. gibt es nicht unzählige solcher texte bei jedem von uns zu hause? in einem schuhkarton versteckt, in der letzten ecke des kleiderschranks? warum also muss man gerade dieses buch lesen? diesen brief? warum wurde er überhaupt veröffentlicht? hatte der autor das bedürfnis, mit der ganzen welt seine gefühle zu teilen?</p>
<p>nein, ich glaube ich komme zu keinem überzeugenden ergebnis. ich weiss wirklich nicht, ob ich dieses buch empfehlen soll. und dennoch ist es etwas besonderes für mich. weil es ein schönes buch ist und weil jemand an mich gedacht hat, an meine liebe zur literatur und mir damit ein schönes geschenk gemacht hat. und doch muss ich es so kühl sagen: das buch selbst finde ich wunderbar, der inhalt ist nichts herausragendes &#8230;<br />
(bewertung: 3/5)</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3803112540?ie=UTF8&amp;tag=wortkunst-21&amp;linkCode=xm2&amp;camp=1638&amp;creativeASIN=3803112540" target="_self"><span class="more-link"><img style="vertical-align: middle;" src="../wp-content/themes/Lichterkind_Theme/images/pfeil_rechts.gif" alt="" /></span></a> <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3858693537?ie=UTF8&amp;tag=wortkunst-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3858693537" target="_blank"><strong>buch</strong></a> bei amazon bestellen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>SAM SAVAGE &#8211; FIRMIN.</title>
		<link>http://blog.wort-kunst.de/?p=499</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Oct 2008 19:29:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>b_</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[
mag sein, dass nur ich diesen eindruck hatte, aber als ich dieses buch zum ersten mal liegen sah, dachte ich erstmal, es handle sich um eine geschichte aus der ecke der &#8222;phantastischen&#8220; literatur &#8230;
&#8230; was letztendlich auch nicht falsch ist, sprechen wir hier schließlich vom leben einer ratte und somit natürlich von etwas &#8222;eher&#8220; unrealistischem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-500" title="firmin" src="http://blog.wort-kunst.de/wp-content/uploads/2008/10/firmin.jpg" alt="" width="500" height="288" /></p>
<p>mag sein, dass nur ich diesen eindruck hatte, aber als ich dieses buch zum ersten mal liegen sah, dachte ich erstmal, es handle sich um eine geschichte aus der ecke der &#8222;phantastischen&#8220; literatur &#8230;<span id="more-499"></span></p>
<p>&#8230; was letztendlich auch nicht falsch ist, sprechen wir hier schließlich vom leben einer <em>ratte</em> und somit natürlich von etwas &#8222;eher&#8220; unrealistischem &#8230; vielleicht sollte ich es also genauer formulieren. die covergestaltung und der klappentext entlockten mir den gedanken an eine story im stile von beispielsweise einem walter moers. also &#8222;schräge&#8220; literatur, die auch mit einem gewissen ungewöhnlichen humor behaftet ist. doch der roman <strong><a href="http://www.amazon.de/gp/product/355008742X?ie=UTF8&amp;redirect=true&amp;tag=wortkunst-21&amp;linkCode=xm2&amp;camp=2514&amp;creativeASIN=355008742X&amp;link_code=as3&amp;creative=9386" target="_blank">firmin von sam savage</a></strong> ist alles andere als humorvoll. im gegenteil, es handelt sich hierbei um eine durchwegs traurige, mehr als melancholische geschichte &#8230;</p>
<p><em>&#8222;hätte er ein tagebuch der schmerzen geführt, dann hätte er bloß ein einziges wort eingetragen: ich.&#8220;</em></p>
<p>dieses wunderbare zitat von philip roth beschreibt den inhalt des buches mehr als perfekt. denn das leben der ratte firmin ist tatsächlich <em>&#8222;die traurigste geschichte, die ich je gehört habe&#8220;.</em> oder wenigstens sieht das der ich-erzähler, also die ratte selbst, so und verbaut diesen verweis (auf der suche nach dem perfekten ersten satz) in den prolog seiner erzählung.<br />
von anfang an hat es der nager nicht leicht. er kommt als 13. junges zur welt und nachdem seine alkoholkranke mutter nur zwölf zitzen hat, hat er oft das nachsehen bei der nahrungsvergabe. also sucht er nach alternativen. nachdem sich die rattenfamilie im keller eines buchladens eingenistet hat, findet firmin bald sein &#8222;fressen&#8220; in form von papier. irgendwann bemerkt er allerdings, dass diese bücher nicht nur seinen hunger stillen sondern auch deren inhalt sein leben bereichern kann. er beginnt zu lesen &#8230;</p>
<p>und wir beobachten ihn dabei und erhalten so ganz nebenbei einen wunderbaren überblick über die meisterwerke der weltliteratur. ob man diese verweise nun letztendlich als bereicherung der geschichte ansehen möchte oder sie eher als &#8222;ausbremsen&#8220; der handlung sehen mag, bleibt jedem leser selbst überlassen. mich haben sie nicht gestört.<br />
jedenfalls entfernt sich firmin nach und nach von seinen artgenossen und flüchtet sich mehr und mehr in die welt der bücher. ebenso nähert er sich einer ganz anderen &#8222;spezies&#8220;, nämlich der des menschen. er beobachtet sie tagtäglich von einem aussichtspunkt des ladens, vorrangig aber einen von ihnen, den buchhändler namens norman. dieser wird zu seinem imaginären freund, klar ist er doch quasi der beschaffer des stoffs, der firmin in eine andere welt entführen kann. doch als norman die ratte sichtet und sie vergiften möchte, gerät firmins neue welt schwer ins wanken. er flüchtet sich nach draußen, wird auch hier natürlich nicht als das verstanden, was er sich vorstellt, gerät in gefahr und wird glücklicherweise von einem heruntergekommenen schriftsteller gerettet.</p>
<p>bei ihm lebt firmin lange zeit und eine wirkliche freundschaft beginnt. auch wenn die verständigung und die ansichten der beiden natürlich niemals zu einer übereinkunft gelangen können, so kümmert sich dieser mensch doch rührend um seinen neuen mitbewohner &#8230;</p>
<p>eigentlich habe ich schon viel zu viel von der geschichte erzählt. es gäbe noch viel mehr zu berichten, wirklich schöne kleine sequenzen, die trotz ihrer melancholie (oder gerade deshalb!) schlichtweg wunderbar sind, doch dann müsste wohl niemand mehr dieses buch lesen.<br />
dies alles klingt nach einer eindeutigen empfehlung, aber nein, gänzlich begeistert war ich leider nicht. der roman hat, trotz des geringen umfangs, dann doch einige längen und schwächen und manche teile lösten in mir ein klein wenig unverständnis aus. denn letztendlich weiß ich nicht wirklich, was mir der autor mit seinem werk eigentlich sagen möchte. vorrangig liest sich das ganze natürlich als text über die liebe zu büchern und zur literatur, was ich als büchernarr natürlich sehr schön fand. was mir nicht gefallen hat, oder besser gesagt, mich nicht interessiert hat, war der &#8222;untergang&#8220; des viertels in boston der 60er jahre, in dem savage seine handlung ansiedelt. und das offene ende, welches dann doch noch einige fragen offen lässt und mich als leser erstmal im regen stehen lies.</p>
<p>positiv zu erwähnen ist widerum die schöne sprache der ratte, entschuldigung, des autors. der roman liest sich sehr flüssig und auch wenn &#8211; zugegeben &#8211; nie wirklich spannung aufkommt, bereitet es durchwegs viel freude, den ereignissen zu folgen.<br />
nicht zu vergessen ist außerdem die schöne aufmachung des buches, allen voran natürlich der &#8222;rough cut&#8220;, welcher perfekt zum inhalt des romans passt. zum einen erinnert er in diesem fall ein wenig an heruntergekommene, alte bücher, man könnte aber auch ganz zufällig an eine ratte denken, die nur die ränder des buches angefressen hat, damit der eigentliche inhalt noch erhalten bleibt. eine wirklich schöne idee für ein letztendlich auch durchaus lesenswertes buch. (bewertung 3,5/5)</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3803112540?ie=UTF8&amp;tag=wortkunst-21&amp;linkCode=xm2&amp;camp=1638&amp;creativeASIN=3803112540" target="_self"><span class="more-link"><img style="vertical-align: middle;" src="../wp-content/themes/Lichterkind_Theme/images/pfeil_rechts.gif" alt="" /></span></a><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3803112540?ie=UTF8&amp;tag=wortkunst-21&amp;linkCode=xm2&amp;camp=1638&amp;creativeASIN=3803112540" target="_self"><span class="more-link"> </span></a><strong><a href="http://www.amazon.de/gp/product/355008742X?ie=UTF8&amp;redirect=true&amp;tag=wortkunst-21&amp;linkCode=xm2&amp;camp=2514&amp;creativeASIN=355008742X&amp;link_code=as3&amp;creative=9386" target="_blank">buch</a></strong> bei amazon bestellen.</p>
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		<title>ALAN BENNETT &#8211; DIE SOUVERÄNE LESERIN.</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Oct 2008 20:04:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>b_</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[
hurra! es gibt noch ein licht am ende des tunnels &#8230; 
&#8230; und ich habe endlich ein buch gefunden, welches ich mehr als nur empfehlen kann! und das schönste daran, eigentlich muss ich so gut wie nichts mehr darüber berichten, denn die souveräne leserin von dem begnadeten britischen autor alan bennet ist derzeit sowieso in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-493" title="bennet" src="http://blog.wort-kunst.de/wp-content/uploads/2008/10/bennet.jpg" alt="" width="500" height="288" /></p>
<p>hurra! es gibt noch ein licht am ende des tunnels &#8230; <span id="more-492"></span></p>
<p>&#8230; und ich habe endlich ein buch gefunden, welches ich mehr als nur empfehlen kann! und das schönste daran, eigentlich muss ich so gut wie nichts mehr darüber berichten, denn <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3803112540?ie=UTF8&amp;tag=wortkunst-21&amp;linkCode=xm2&amp;camp=1638&amp;creativeASIN=3803112540" target="_blank"><strong>die souveräne leserin</strong></a> von dem begnadeten britischen autor <strong><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3803112540?ie=UTF8&amp;tag=wortkunst-21&amp;linkCode=xm2&amp;camp=1638&amp;creativeASIN=3803112540" target="_blank">alan bennet</a></strong> ist derzeit sowieso in aller munde &#8230;</p>
<p>frau heidenreich beispielsweise hat über diese lektüre berichtet. für mich momentan ein grund, die finger davon zu lassen. treue leser dieses blogs werden sich wundern. denn es ist noch nicht allzu lang her, da war mir die meinung von elke heidenreich sehr wichtig und ihre sendung quasi ein MUSS! doch in letzter zeit frage ich mich, ob es ihr ähnlich geht wie mir und sie einfach keine interessanten bücher mehr findet, über die es etwas zu berichten gibt. oder hat sich ihr geschmack so sehr verändert, dass er mit meinem so gar nicht mehr übereinstimmt? jedenfalls war in ihren letzten sendungen kein buch dabei, welches mich nur ansatzweise interessiert hätte &#8230;</p>
<p>zum glück gibt es aber ja noch andere literatursendungen und eine der besten ist und bleibt <strong><a href="http://www.daserste.de/druckfrisch/" target="_blank">druckfrisch.</a></strong> und wenn denis scheck am ende einer empfehlung sagt: &#8222;vertrauen sie mir, ich weiss was ich tue&#8220;, dann darf man ihm das ruhig glauben. und so ist es auch in diesem fall.</p>
<p>dabei hätte ich mir das buch wahrscheinlich so oder so gekauft. denn ich hatte seinerzeit schon unendlich viel freude an bennets <strong><a href="http://www.wort-kunst.de/buch_cosi.htm" target="_blank">cosi fan tutte</a></strong>. dieser autor hat einen solch bezaubernden, zarten humor und schreibt so unglaublich wunderbare geschichten, dass es von vorne herein schwerfällt, seine texte nicht zu mögen &#8230;</p>
<p>ich glaube, die handlung der &#8222;souveränen leserin&#8220; muss ich an dieser stelle nicht erzählen. oder doch? nun gut, dann aber nur der klappentext:</p>
<p><em>Wer hätte gedacht, dass eine Liebeserklärung an die Queen und die Literatur so gut zusammenpassen? Die Hunde sind schuld. Beim Spaziergang mit der Queen rennen sie los, um den allwöchentlich in einem der Palasthöfe parkenden Bücherbus der Bezirksbibliothek anzukläffen. Ma&#8216;am ist zu gut erzogen, um sich nicht bei dem Bibliothekar zu entschuldigen, leiht sich ebenfalls aus Höflichkeit ein Buch aus &#8211; und kommt auf den Geschmack.</em></p>
<p>so schnell ist das ganze nun auch wirklich beschrieben und viel mehr darf sowieso nicht verraten werden, würde man doch, aufgrund des schmalen umfangs von gerade mal 115 seiten, womöglich wesentliche ereignisse verraten.</p>
<p>somit bleibt am ende nur meine meinung dazu. dieses buch ist brillant. es ist intelligent, fabalhaft geschrieben, überzeugt mit leisem humor und bietet vor allem eine eigenschaft, die ich an guten büchern am meisten schätze, nämlich charme.</p>
<p>und das größte lob: ich habe dieses buch verschenkt! und das tue ich grundsätzlich nur, wenn mich ein werk wirklich überzeugt hat. denn es ist immer ein risiko, wenn man jemandem seinen eigenen geschmack &#8222;aufzwängen&#8220; möchte &#8230; hoffentlich hat mich mein gefühl nicht im stich gelassen und &#8222;die souveräne leserin&#8220;, der ich dieses büchlein geschenkt habe, ist ebenso begeistert davon wie ich selbst &#8230;<br />
(bewertung: 5/5)</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3803112540?ie=UTF8&amp;tag=wortkunst-21&amp;linkCode=xm2&amp;camp=1638&amp;creativeASIN=3803112540" target="_self"><span class="more-link"><img style="vertical-align: middle;" src="../wp-content/themes/Lichterkind_Theme/images/pfeil_rechts.gif" alt="" /> </span></a><strong><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3803112540?ie=UTF8&amp;tag=wortkunst-21&amp;linkCode=xm2&amp;camp=1638&amp;creativeASIN=3803112540" target="_blank">buch</a></strong> bei amazon bestellen.</p>
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		<title>GWENDOLINE RILEY &#8211; COLD WATER.</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Oct 2008 19:28:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>b_</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[
im moment habe ich eigentlich genau genommen gleich zwei probleme &#8230;
zum einen lese ich so gut wie nicht mehr, zum anderen bin ich zu &#8222;bequem&#8220; hinterher auch noch darüber zu schreiben. trotzdem möchte ich dieses blog nicht gänzlich einstampfen, deshalb werde ich mich bemühen, wenigstens ab und zu mal ein paar worte zu hinterlassen.
manchmal hatte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-487" title="coldwater" src="http://blog.wort-kunst.de/wp-content/uploads/2008/10/coldwater.jpg" alt="" width="500" height="288" /></p>
<p>im moment habe ich eigentlich genau genommen gleich zwei probleme &#8230;<span id="more-488"></span></p>
<p>zum einen lese ich so gut wie nicht mehr, zum anderen bin ich zu &#8222;bequem&#8220; hinterher auch noch darüber zu schreiben. trotzdem möchte ich dieses blog nicht gänzlich einstampfen, deshalb werde ich mich bemühen, wenigstens ab und zu mal ein paar worte zu hinterlassen.</p>
<p>manchmal hatte ich auch den eindruck (aufgrund der vielen besucher, die immer noch tagtäglich hier vorbei kommen) mordsmäßig ausgetüftelte und intelligente buchbesprechungen verfassen zu müssen. ich denke, dieses schlechte gefühl sollte ich gleich mal wieder loswerden und einfach mal drauf los schreiben. auch war ich oftmals ein wenig enttäuscht darüber, dass man mir vorhält, ich hätte keine ahnung von literatur. das mag sein. denn für mich ist &#8222;lesen&#8220; in erster linie immer noch eines: &#8222;unterhaltung&#8220; &#8230; und &#8211; wie jeder andere mensch auch &#8211; habe ich eine persönliche meinung. mehr ist dies hier nicht. ich will mich wahrlich nicht als literaturkritiker aufspielen, sondern lediglich kund tun, ob mir ein buch gefallen hat oder nicht &#8230;</p>
<p>und meine pechsträhne findet kein ende. denn <strong><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3895613541?ie=UTF8&amp;tag=wortkunst-21&amp;linkCode=xm2&amp;camp=1638&amp;creativeASIN=3895613541" target="_blank">cold water von gwendoline riley</a></strong> ist auch solch ein buch, welches überflüssiger nicht sein könnte &#8230; ich hab mir, um ehrlich zu sein, schon oft gedacht, mein leben zu papier zu bringen. meine erlebnisse, meine ängste und wünsche &#8230; meine hoffnungen und enttäuschungen. und ich glaube, es könnte ein dickes buch werden. nur stellt sich mir letztendlich die frage: &#8222;wen bitteschön soll das denn interessieren?&#8220; und genau diese frage hat sich die autorin leider nicht gestellt.</p>
<p>denn, was sie da von sich gibt, ist so unglaublich unwichtig, dass man sich wirklich fragt, welcher verleger geht das risiko ein und veröffentlicht solche langweiligen geschichten aus dem leben einer uninteressanten person. und hatten all die kritiker ebenso viel alkoholische flüssigkeit intus, wie die protagonistin dieses romans? bestimmt, denn ansonsten wären die beurteilungen sicherlich nicht so &#8222;süffig&#8220; ausgefallen &#8230;</p>
<p>die autorin macht vor allem eines: sie labert und labert und labert und das eigentlich nur über zwei themen: männer und saufen. als barkeeperin hat sie es letztendlich gut erwischt und sitzt quasi an der quelle. also rein in die bar, saufen, raus aus der bar &#8230; rein in die nächste kneipe &#8211; saufen &#8230;<br />
natürlich übertreibe ich ein wenig. und eines muss man riley zugute halten, sie kann sehr schön schreiben. nur verschleudert sie, meiner meinung nach ihr talent damit, dies über dinge zu tun, die alles andere als lesenswert sind &#8230; bis auf ein paar wenige stellen in diesem buch, die hoffnung auf mehr machen, aber dann leider auch sofort wieder mit dem nächsten &#8222;drink&#8220; ertränkt werden &#8230;</p>
<p>also leider wieder mal eine enttäuschung. habe ich wirklich ein händchen dafür, genau die bücher in die finger zu bekommen, die nicht für &#8222;meinen&#8220; geschmack geschrieben wurden &#8230; mag sein, aber was solls &#8230; vielleicht schreib ich bald doch mal mein leben auf!<br />
 <img src='http://blog.wort-kunst.de/wp-includes/images/smilies/asian.gif' alt=':asian' class='wp-smiley' /><br />
(bewertung: 2/5)</p>
<p><span class="more-link"><img style="vertical-align: middle;" src="../wp-content/themes/Lichterkind_Theme/images/pfeil_rechts.gif" alt="" /></span> <strong><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3895613541?ie=UTF8&amp;tag=wortkunst-21&amp;linkCode=xm2&amp;camp=1638&amp;creativeASIN=3895613541" target="_blank">buch</a></strong> bei amazon bestellen.</p>
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		<title>NEUES DESIGN.</title>
		<link>http://blog.wort-kunst.de/?p=482</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Oct 2008 08:12:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>b_</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[
wie unschwer zu erkennen ist, erstrahlt diese seite im neuen glanz &#8230; 
tja, so ist es leider im moment, alles interessiert mich mehr als das &#8222;lesen&#8220;. ich hoffe, dass ich demnächst wenigstens mal wieder ein buch pro monat hier besprechen werde &#8230;
vorrangig aber erstmal dieses kleine update der seite. eigentlich müsste alles funktionieren, sollten sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-483" title="neu" src="http://blog.wort-kunst.de/wp-content/uploads/2008/10/neu.jpg" alt="" width="500" height="300" /></p>
<p>wie unschwer zu erkennen ist, erstrahlt diese seite im neuen glanz &#8230; <span id="more-482"></span></p>
<p>tja, so ist es leider im moment, alles interessiert mich mehr als das &#8222;lesen&#8220;. ich hoffe, dass ich demnächst wenigstens mal wieder ein buch pro monat hier besprechen werde &#8230;</p>
<p>vorrangig aber erstmal dieses kleine update der seite. eigentlich müsste alles funktionieren, sollten sich trotzdem fehler eingeschlichen haben, sagt mir bitte bescheid &#8230;</p>
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		<item>
		<title>HELMUT KRAUSSER &#8211; DIE KLEINEN GÄRTEN DES MAESTRO PUCCINI.</title>
		<link>http://blog.wort-kunst.de/?p=472</link>
		<comments>http://blog.wort-kunst.de/?p=472#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Jun 2008 11:18:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>b_</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[
langsam habe ich den eindruck ich werde, was die auswahl von guten büchern betrifft, ein klein wenig vom pech verfolgt &#8230; 
denn die kleinen gärten des maestro puccini ist leider auch wieder ein buch, bei dem ich mich zwingen musste, es zu ende zu lesen. wäre dies nicht wieder der grund eines &#8222;gemeinsamen lesens&#8220; gewesen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-474" title="krausser1" src="http://blog.wort-kunst.de/wp-content/uploads/2008/06/krausser1.jpg" alt="" width="500" height="300" /></p>
<p>langsam habe ich den eindruck ich werde, was die auswahl von guten büchern betrifft, ein klein wenig vom pech verfolgt &#8230; <span id="more-472"></span></p>
<p>denn <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3832179895/302-5508924-5827210?ie=UTF8&amp;tag=wortkunst-21&amp;linkCode=xm2&amp;camp=1638&amp;creativeASIN=3832179895" target="_blank">die kleinen gärten des maestro puccini</a> ist leider auch wieder ein buch, bei dem ich mich zwingen musste, es zu ende zu lesen. wäre dies nicht wieder der grund eines &#8222;gemeinsamen lesens&#8220; gewesen, ich hätte den roman wütend in die ecke geworfen.</p>
<p>im nachhinein hätte ich es auch tun sollen, denn solch langweilige und enttäuschende stunden musste ich schon lange nicht mehr mit bedrucktem papier verbringen.<br />
dabei klang auch in diesem fall wieder alles so unglaublich vielversprechend. in unendlich vielen kritiken wurde dieses werk als bemerkenswert bezeichnet. sogar frau heidenreich hat in höchsten tönen davon geschwärmt. hierzu muss ich ganz nebenbei anmerken, dass ich seit einiger zeit ihre auswahl an lesenswerten titeln nicht mehr teilen kann &#8230;<br />
auch helmut krausser wird derzeit als einer der besten zeitgenössischen autoren deutschlands gefeiert. leider war dieser roman das erste werk, welches ich von ihm gelesen habe und wird nach der lektüre wohl auch das letzte gewesen sein. dabei hielt ich immer so viel von diesem autor. seine kolumnen im &#8222;bücher&#8220;-magazin lese ich liebend gerne und schätze sehr, wie er auf wunderbare art und weise seine liebe zu &#8222;klassikern&#8220; auszudrücken vermag. krausser ist schon fast ein multitalent, er schreibt also buchbesprechungen, natürlich romane und zuletzt hat er sogar einen gedichtband veröffentlicht. ein wahrer könner seines fachs und genau dies ist wohl der grund, warum mir &#8222;puccini&#8220; nicht gefallen hat. denn meiner meinung nach &#8222;prahlt&#8220; der autor regelrecht mit seinem können!</p>
<p>es ist zum einen der aufbau des buches. auf dem umschlag ist die bezeichnung &#8222;ROMAN&#8220; zu finden. und genau dies ist das ganze ganz und gar nicht! alle, die dieses werk auch gelesen haben, werden jetzt womöglich innerlich aufschreien und sagen: &#8222;naja, aber HALT! am ende sagt der autor doch selbst, es handle sich um die form des &#8222;dokumentarromans&#8220;!&#8220; hätte er diese &#8222;kleinigkeit&#8220; doch nur an den beginn des ganzen gestellt, vielleicht wäre mein leseempfinden ein anderes geworden.</p>
<p>denn unter einem ROMAN stelle ich mir ganz und gar anderes vor. hinter einem roman darf sich der autor verstecken. in einem roman braucht er nicht auf jeder seite den text mit anmerkungen zu versehen und beweisen, was &#8222;wahr&#8220; und &#8222;erfunden&#8220; ist. das soll er bitte dem leser selbst überlassen. aber nein, helmut krausser spickt sein werk regelrecht mit verweisen und vor allem mit <em>be</em>weisen, die mich persönlich mehr als genervt haben. denn, wenn ich einen roman lese, dann ist es mir erstmal vollkommen egal, was hier erfunden wurde und alles andere ist für mich eher eine art erhobener zeigefinger, mit dem der autor beweisen möchte: &#8222;schaut mal her, wie toll ich schreiben kann! schaut mal, welche erzählformen ich beherrsche! schaut mal, was ich alles weiß! schaut mal, wie gut ich recherchiert habe!&#8220;</p>
<p>zugegeben, das hat er! und letztendlich besteht auch gar kein zweifel daran. aber, um himmels willen, wenn ich eine bis ins detail ausgearbeitete lebensgeschichte lesen will, dann greife ich zu einer ganz und gar anderen gattung von literatur, nämlich zu einer BIOGRAFIE. und genau dies ist dieses buch für mich. es ist zu 80 % eine gut recherchierte biografie und nur zu 20 % ein roman. und hier komme ich schon zum nächsten knackpunkt. wenn mir ein roman vorgesetzt wird, dann möchte ich unterhalten werden. wenn ich mich informieren möchte, dann greife ich zum sachbuch.<br />
dabei geht es auch anders: colum mccann hat es mit seinem &#8222;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3499238276/028-1923878-9713324?ie=UTF8&amp;tag=wortkunst-21&amp;linkCode=xm2&amp;camp=1638&amp;creativeASIN=3499238276" target="_blank">tänzer</a>&#8220; perfekt vorgemacht. ein wunderbares, ein geniales buch. unglaublich unterhaltsam, meist extrem spannend und ergreifend. größtenteils erschreckend kraftvoll erzählt. und mccann hat es geschafft, die grenzen zwischen wahrheit und fiktion zu verwischen. nur an ganz wenigen stellen überlegt man, ob sich das ganze nun wirklich so zugetragen haben könnte. und am ende ist es vollkommen egal, denn man weiss, man hält einen &#8222;roman&#8220; in den händen.</p>
<p>zurück zu krausser. er erzählt das leben und lieben eines der größten komponisten die jemals gelebt haben. puccini hat mich schon immer begeistert. und jedes mal wenn ich eines seiner begnadeten stücke zu hören bekomme, gerate ich regelrecht in sehnsüchtiges, gar melancholisches schwärmen. dann stelle ich mit unendlicher faszination fest, welch ein genie dieser mann gewesen sein muss, um solche herrlichen melodien zu erschaffen. was ich damit sagen möchte: das leben des &#8222;maestro&#8220; hat mich durchaus interessiert. aber so uninteressant, so langweilig, so flau, so emotionslos wie krausser es mir beschreibt &#8230; ich weiss nicht, ob puccini das verdient hat.<br />
hier geht es größtenteils um schicksale! es geht um die große liebe und den oftmals daraus entstehenden kummer. doch der autor beschreibt das ganze mit solch einer nüchternen sachlichkeit, dass es mir vollkommen egal war, wer hier wen bekommt, wer zu leiden hat und und und &#8230; auch konnte mich keine der personen auf irgendeine art und weise auch nur ansatzweise berühren. mir waren schlichtweg alle blass, uninteressant und vor allem unwichtig.</p>
<p>bei all dieser vernichtenden kritik sei nochmal angemerkt, dass ich den autor durchaus als könner bezeichne. doch gerade durch dieses so offensichtlich hervogehobene talent bremst er sich selber aus und nimmt vor allem dem buch jeglichen aufkommenden funken an &#8222;geschwindigkeit&#8220;. auch der ständige wechsel der stilform erschwert den lesegenuss. ist man vorübergehend in einer szene gefangen wird dies nach ein paar seiten z.b. durch den einschub in form eines briefes zunichte gemacht.<br />
oder eben von, oben schon erwähnten, anmerkungen des autors. ein beispiel:</p>
<p><span style="background-color: yellow;">elvira schreibt der engländerin im ihr typischen, nicht leicht durchschaubaren geflecht grammatischer bezüge, daß sie (sybil) bloß nicht von dem glauben solle, was er (giacomo) ihr erzähle, es seien alles lügen, so wie sie (elvira) seinen lügen nie geglaubt habe, und sie (sybil) wisse am besten, daß es lügen gewesen seien, was er, früher zumindest, sie (sybil) und ihn betreffend, behauptet habe. <em>(anm.: nämlich, daß das verhältnis zwischen giacomo und sybil von beginn an platonisch war.)</em></span></p>
<p>man könnte noch unendlich viele beispiele in dieser form vorlegen, aber egal! eines ist sicher, für mich wurde dieses buch nicht geschrieben. ich möchte es, auch wenn es so klingen mag, nicht schlecht machen. dazu bin ich letztendlich nicht berechtigt. trotzdem sei es mir erlaubt, zu sagen, jeder investierte cent tut mir im nachhinein weh. und dem nicht genug, vor allem schmerzt mich die verschwendete zeit. hätte ich in dieser doch nur der wunderbaren musik von puccini gelauscht! denn die ist immer noch &#8211; und immer wieder &#8211; ein nahezu unbeschreiblicher genuss!<br />
zum abschluss noch eine letzte negative anmerkung: nie, nicht eine zeile lang hat man den eindruck, krausser verehre die person, über die er hier &#8222;berichtet&#8220;. denn neben all den gefühlen des &#8222;maestro&#8220; bleibt sein bemerkenswertes gesamtwerk ebenso farblos, wie schlichtweg alles, was zwischen diesen zwei buchdeckeln zu finden ist. letzendlich ist dies also ein blutleeres, kraftloses geflecht aus sterilen beschreibungen &#8230;</p>
<p>und genau dies, hat ein meister wie puccini nun wirklich nicht verdient. an dieser stelle sei noch auf <a href="http://www.puccini.com/" target="_blank">puccini.com</a> verwiesen. wenn man sich die musikstücke angehört hat, wird man mir hoffentlich zustimmen, dass es nahezu unmöglich ist, auch nur eine zeile über puccini zu verfassen OHNE dabei ins schwärmen zu geraten!</p>
<p>(bewertung: 1/5)</p>
<p>&gt; <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3832179895/302-5508924-5827210?ie=UTF8&amp;tag=wortkunst-21&amp;linkCode=xm2&amp;camp=1638&amp;creativeASIN=3832179895" target="_blank">buch</a> bei amazon bestellen.</p>
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		<title>MATT RUFF &#8211; BAD MONKEYS.</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jun 2008 11:07:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>b_</dc:creator>
		
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meine leseunlust hält immer noch an &#8230; 
durch eine freundin wurde ich quasi &#8211; in form von &#8222;gemeinsam lesen&#8220; dazu gezwungen mal wieder ein buch zur hand zu nehmen. und gefördert hat dies mein derzeitiges &#8222;problem&#8220; leider nicht &#8230; denn der neue roman von matt ruff gehört für mich zum unwichtigsten, was man derzeit in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-471" title="badmonkeys" src="http://blog.wort-kunst.de/wp-content/uploads/2008/05/badmonkeys.jpg" alt="" width="500" height="300" /></p>
<p>meine leseunlust hält immer noch an &#8230; <span id="more-470"></span></p>
<p>durch eine freundin wurde ich quasi &#8211; in form von &#8222;gemeinsam lesen&#8220; dazu gezwungen mal wieder ein buch zur hand zu nehmen. und gefördert hat dies mein derzeitiges &#8222;problem&#8220; leider nicht &#8230; denn der neue roman von matt ruff gehört für mich zum unwichtigsten, was man derzeit in den buchläden finden kann! dabei klingt doch alles recht vielversprechend. zum einen sind da mal die bisherigen werke des autors. zwar kenne ich von ihm nur &#8222;g.a.s&#8220; und &#8222;ich und die anderen&#8220;, verglichen mit diesem könnte man sie aber schon fast als &#8222;meisterwerke&#8220; bezeichnen &#8230; aber nun kurz zum klappentext:</p>
<p><em>Eine Mörderin legt ein Geständnis ab. Schon als Teenager bringt Jane Charlotte den Hausmeister ihrer Schule, den sie für einen Kindermörder hält, zur Strecke. Nun behauptet sie, einer Geheimorganisation anzugehören, die das Böse bekämpft. Doch je länger das Verhör in der psychiatrischen Abteilung eines Gefängnisses in Las Vegas dauert, desto widersprüchlicher und verstörender werden ihre Aussagen. Der Psychiater, der Jane befragt, scheint unheimlich viel von ihr zu wissen, von ihr und von ihrem kleinen Bruder, der als Kind entführt worden ist &#8211; doch stimmt das alles überhaupt? Matt Ruff erzählt in atemberaubendem Tempo einen Roman voll komischer, phantastischer, gruseliger und spannender Elemente.</em></p>
<p>klingt, wie gesagt, wirklich recht interessant, aber für mich war der klappentext zugegeben fast das lesenswerteste &#8230; ich konnte mich weder mit dem inhalt, noch dem verwirrenden stil, noch mit den personen anfreunden. und dabei darf man mir keinesfalls vorhalten, dass womöglich diese art von genre nix für mich wäre. das stimmt nicht. ich lasse mich durchaus gerne auf durchgeknallte und schräge literatur ein, aber dann muss sie schon bitte wirklich außergewöhnlich sein. <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3446230025/303-7560219-1016235?ie=UTF8&amp;tag=wortkunst-21&amp;linkCode=xm2&amp;camp=1638&amp;creativeASIN=3446230025" target="_blank">&#8222;bad monkeys&#8220;</a> kommt mir irgendwie zu zusammengewürfelt, ja fast möchte ich sagen &#8222;zusammen geklaut&#8220; daher. ständig hat man den eindruck, man hätte ähnliches schon anderswo gesehen, gehört oder gelesen. es sind nirgendwo offensichtliche parallelen vorhanden und trotzdem hatte ich ständig den eindruck hier ein wenig von &#8222;matrix&#8220; serviert zu bekommen, da ein häppchen von &#8222;12 monkeys&#8220;. vielleicht ist auch ein vergleich mit stewart o&#8216;nans &#8222;speed queen&#8220; nicht sonderlich weit hergeholt &#8230; es gäbe noch unzählige werke die mir einfielen, aber das tut letztendlich nichts zur sache.</p>
<p>auch kann ich nicht verstehen, wie man diesen roman sonderlich spannend bezeichnen kann. ich finde eher das gegenteil ist der fall und das ganze dümpelt von einer nicht sonderlich originellen idee zur nächsten. mir hat es hier wirklich durchgehend an drive gefehlt. auch weiss ich nicht, was der autor mir mit seinem buch eigentlich sagen wollte. beginnt das ganze wohl eher als thriller, kann man am ende dann doch eher von science fiction reden. konnte sich matt ruff nicht entscheiden, was er nun eigentlich wollte? oder ist er an seinen versuchen gescheitert, sein publikum auf eine falsche fährte zu führen? waren es themen in richtung &#8222;überwachung&#8220;, spielt er mit dem roman auf die bekämpfung des terrorismus an oder möchte er im leser das moralische empfinden darüber ankitzeln, was nun eigentlich &#8222;gut&#8220; und was &#8222;böse&#8220; ist?</p>
<p>letztendlich sind dies alles wirklich gut gemeinte ansätze, die aber zu nichts führen. und die auf dem umschlag angekündigte achterbahnfahrt erwies sich für mich dann doch eher als ein ausflug mit der &#8222;kinder-eisenbahn&#8220;. somit rate ich persönlich eindeutig von diesem roman ab, es gibt wahrlich besseres in diese richtung. und wenn man mal beim genre &#8222;schräg&#8220; bleiben mag, dann empfehle ich die bücher von &#8222;jasper fforde&#8220;, die &#8211; sofern man es wagt, sie überhaupt miteiander zu vergleichen &#8211; hundertmal origineller, witziger, schneller und spannender sind.</p>
<p>wenn man sich im netz allerdings ein wenig umsieht, sich einige rezensionen zu gemüte führt, wird man schnell erkennen, dass ich mit meiner negativen kritik wohl nahezu alleine dastehe. denn dieses buch wurde fast ausschließlich positiv bewertet. sorry, ich kann diesen hype nicht nachvollziehen und finde &#8222;bad monkeys&#8220; kann man getrost im regal stehen lassen &#8230; (bewertung: 2/5)</p>
<p>&gt; <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3446230025/303-7560219-1016235?ie=UTF8&amp;tag=wortkunst-21&amp;linkCode=xm2&amp;camp=1638&amp;creativeASIN=3446230025" target="_blank">buch</a> bei amazon bestellen.</p>
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		<title>RECLAM LITERATUR DÖNER.</title>
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		<pubDate>Mon, 12 May 2008 16:49:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>b_</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>

		<category><![CDATA[Design]]></category>

		<category><![CDATA[Web]]></category>

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heute bekam ich eine mail von kai heuser, der mir folgendes mitteilte &#8230; 
Ich möchte Dir gern eines unserer (JvM/Neckar) letzten Projekte vorstellen &#8211; vielleicht ist es ja was für deinen Blog &#8211; der Literatur Döner für Reclam.
Jeder in Deutschland kennt die kleinen gelben Hefte des Reclam-Verlags. Um Schüler und Studenten neu für Reclam zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-468" title="reclam" src="http://blog.wort-kunst.de/wp-content/uploads/2008/05/reclam.jpg" alt="" width="500" height="300" /></p>
<p>heute bekam ich eine mail von <a href="http://zulu.heuserkampf.com/" target="_blank">kai heuser,</a> der mir folgendes mitteilte &#8230; <span id="more-469"></span></p>
<p><em>Ich möchte Dir gern eines unserer (<a href="http://www.jvm-neckar.de/index.php" target="_blank">JvM/Neckar</a>) letzten Projekte vorstellen &#8211; vielleicht ist es ja was für deinen Blog &#8211; der Literatur Döner für Reclam.</em></p>
<p><em>Jeder in Deutschland kennt die kleinen gelben Hefte des Reclam-Verlags. Um Schüler und Studenten neu für Reclam zu begeistern, haben wir eine Microsite entwickelt, die &#8222;schwere Kost&#8220; in in leicht verdaulicher Form präsentiert: <a href="http://www.literaturdoener.de" target="_blank"> www.literaturdoener.de</a></em></p>
<p><em>Auf der, komplett mit Processing gebauten Seite dreht sich statt des bekannten Fleischspießes ein Döner aus Zitaten. Über verschiedene Funktionen können Besucher dessen literarische Bestandteile erleben und die dazu gehörigen Bücher kaufen.</em></p>
<p>sorry, dass ich hier so ganz &#8222;faul&#8220; einfach den inhalt der mail zitiere, aber besser hätte man es nicht beschreiben können und dem ganzen ist eigentlich nur noch hinzuzufügen: tolle idee, wunderbar gestaltet und realisiert. unbedingt mal ansehen!<br />
danke an kai für die info und viele grüße nach stuttgart!</p>
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